The Pug & Me

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Mittwoch, 8. April 2015

Endlich rauchfrei dank Voss-Wasser

Bis vor ein paar Monaten habe ich mich selbst ziemlich verarscht. Ich habe gesunde Sachen gegessen (fast), bin jeden Tag ins Fitnessstudio gerannt, habe nur tolle Beautyprodukte für meinen Körper verwendet, einen richtigen healthy lifestyle gehabt und gedacht, wenn alles sonst in meinem Leben rund läuft, dann kann das Rauchen doch nicht so schlimm sein. Also habe ich nach jeder gesunden Mahlzeit und nach jedem Fitnessstudiobesuch eine Zigarette nachgeschoben. Mir war klar, dass rauchen nicht gut für mich ist, trotzdem wollte ich es. Ich hatte panische Angst davor aufzuhören, weil ich wusste, dass ich abhängig war. Und weil ich dachte, dass ich ohne Kippe nicht leben könnte. Ein Tag ohne Zigarette war für mich nicht mehr vorstellbar. Deshalb habe ich es vor mich hingeschoben, immer mit dem Gedanken: Du kannst ja Morgen aufhören, oder Übermorgen, oder nach der nächsten Party, auf der du unbedingt noch bei den Rauchern stehen möchtest oder spätestens wenn du schwanger bist.
Angefangen habe ich mit 17 Jahren. Zu Beginn nur ganz selten, dann immer häufiger. Irgendwann habe ich in der Schule jede Pause geraucht. Die Zigarette war mein Pausenbrot.
Durch das Rauchen hat man immer nette Menschen kennengelernt, kam schneller ins Gespräch. Das ist ein Pluspunkt, zugegeben. Wenn überhaupt, dann ist das aber auch der Einzige. Nachteile gibt es dagegen zuhauf: Rauchen geht richtig ins Geld. Ich habe am Tag bestimmt eine halbe Packung geraucht. Das sind 3 € am Tag x 365 Tage = 1.095 € im Jahr! Das ist ein zieeeeeeemlich netter Urlaub, den ich da einfach mal verraucht habe. Ich habe über drei Jahre geraucht. Drei ziemlich nette Urlaube. Mies. Außerdem stinkt man als Raucher. Und das größte Manko; die Gesundheit leidet.
Irgendwann habe ich richtig Atemprobleme bekommen. Ich bin froh, dass sich mein Körper so früh gemeldet hat. Das war Grund genug für mich an einer Lösung für das lästige Nikotin-Problem zu suchen. Weil auf diese Weise wollte ich nicht weiter leben. Mit 20 Jahren schnaufend die Treppe hochgehen, was ist denn das? Ich wollte fit sein und meinen fast gesunden Lifestyle vollständig leben und ehrlich zu mir selbst sein.

Oktober 2014
Jetzt war Schluss, endgültig. Der Wille war ziemlich stark und ich wollte es mir und anderen beweisen, dass ich es schaffen kann. Ich war nicht alleine und wurde von vielen Menschen unterstützt. Das ist sehr wichtig, zu hören, dass andere Stolz darauf sind, darauf dass du diesen wichtigen Schritt gegangen bist, in ein Leben ohne Sucht. Sehr hat mir auch die Seite rauchfrei-info geholfen.
Man nimmt dort 30 Tage an einer kostenlosen Entwöhnung teil. Kriegt jeden Tag Motivations-Mails, Tipps und Statistiken z.B. wie viel Geld man bereits gespart hat und was sich an der eigenen Fitness bereits verändert hat oder tauscht sich in Foren mit anderen Ex-Rauchern aus. Die Seite ist Gold wert.
Die ersten Tage meines Entzugs habe ich mir, nach gemeistertem Tag, stets eine kleine Belohnung gekauft. Ein neues Oberteil, ein Buch oder Voss-/Fitschi-Wasser. Ich weiß nicht, warum ich mich immer mit Luxuswasser beglücken wollte, aber immerhin hat es geholfen. #thisishilariousbuttrue
Eigentlich war nur der erste Tag so richtig scheiße. Die Laune im Keller, der Tag schien länger als jede Wagner Oper. Aber das schafft man auch.
Heute ist dieser erste Tag genau ein halbes Jahr her und ich könnte nicht glücklicher sein. Ich hätte niemals gedacht, dass das Aufhören so leicht ist. Und ein Leben als Nichtraucher ist noch viel leichter. Nach 2-3 Wochen denkt man überhaupt nicht mehr an das Rauchen. Und selbst, wenn es beim 1. Anlauf nicht funktioniert, irgendwann ist der Wille eisern und die Entwöhnung klappt. Ich kann jeden nur ermutigen, diesen Schritt zu wagen, der schwieriger scheint, als er tatsächlich ist. Denn für mich gilt nach wie vor der Leitspruch: "Take care of your body. It's the only place you have to live."
#bisschenstolz #6months #rauchfrei #heutegönnichmirvoss #undfiji #wassercocktail #freiheit






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