The Pug & Me

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Sonntag, 22. März 2015

Von Schwarzen Löchern in Handtaschen

"Frauen und Handtaschen", sagt man(n). 
Viele Frauen lieben Taschen, weshalb sie viele besitzen. Ist es das? Die Obsession sie anzuhäufen, sie danach in Schränken zu versenken und manche öfter und andere weniger oft ans Tageslicht zu führen? Oder ist es der Wunsch, teure Läden zu betreten? Ist es die Begierde nach Anerkennung, wenn man derartige Marken besitzt? Sieh her, ich habe eine neue Tasche, sie war teuer, sei neidisch auf mich.
Für mich haben Taschen auch einen wichtigen Stellenwert. Schon deshalb, weil ich ein Reisemensch bin. Seit ich 14 bin, habe ich die Gewohnheit, meine Klamotten in relativ regelmäßigen Abständen in Koffer zu stopfen. Da mein Koffer aber immer zu klein ist, brauche ich eine Handtasche. Durch diese sichere ich mir erweiterten Storage. Ohne Tasche könnte ich auf Reisen nie Kamera, Ipad und Schminke mitnehmen. Das bleibt nämlich immer am längsten draußen liegen, bis ich am Schluss dann feststelle, dass die 4 Paar Schuhe und 10 Oberteile vielleicht doch ein bisschen übertrieben sind für einen Wochenendausflug. Aber Entscheidungen will ich auch nicht treffen und bei mir im Koffer herrscht Gleichberechtigung. Es darf also jeder an Bord bleiben, kein T-Shirt muss gehen. Die erwähnten Gadgets wandern in die Handtasche. Abspielt sich eine immer wiederkehrende Szene: Sophie sitzt auf ihrem 100 Liter Koffer und versucht mit ganzem Gewicht selbigen einzustampfen, um so den Reißverschluss vielleicht doch noch schließen zu können. Klappt das nicht, wandert eben noch etwas in die Handtasche. Zum Glück gibt es diese. 
Neben der Reiseobsession gibt es da noch die Youtube-Abhängigkeit. Hauls, FMA's, Tutorials; nichts ist vor mir sicher. Das Beste sind allerdings "What's In My Bag" Videos. Ich liebe es zu sehen, was andere für lebensnotwendig halten und auf ihrer Reise durchs Leben mit sich umhertragen. Auch bewundere ich deren Ordnung. Wie kann das Innenleben einer Tasche so strukturiert sein? Ich verliere ständig etwas in meiner Ordnung. Meine Tasche ist ein Schwarzes Loch. Es ist ähnlich wie mit der Waschmaschine, die ab und zu Socken verschwinden lässt. Meine Tasche frisst Schminke, Schmuck und Kleingeld. Ein Mysterium. Und meine Tasche gleicht mehr einem Mülleimer, als allem anderen. Ich brauche Ewigkeiten, um meinen Schlüssel zu finden oder mein Handy. Meine Tasche ist ein Kugelschreiber-Museum und wenigstens das Krümmelmonster würde dort ein nahrhaftes zuhause finden.
In Zukunft werde ich mich nur noch so vorstellen: "Hallo mein Name ist Sophie und ich habe ein Problem,  ich bin ein Taschen-Messi."








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