The Pug & Me

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Mittwoch, 18. Februar 2015

Über eine kleine Lebensumstellung

Tag 1

Wenn ich so über das Jahr 2014 nachdenke, muss ich feststellen, dass eine ganze Menge passiert ist. Ich bin aus Italien zurückgekommen, habe meine Ausbildung angefangen, habe aufgehört zu rauchen (toi, toi, toi), bin in eine neue Stadt gezogen und habe wieder angefangen Fleisch zu essen. Ganze drei Jahre lang war ich Vegetarier. Ich habe mich bis heute auch noch nicht daran gewöhnt wieder ein Teil der fleischessenden Gesellschaft zu sein. Unter der Woche esse ich ganz selten Fleisch, am Wochenende schon, dann aber auch nur aus der Region kommend und einst glücklich.
Was mein Essverhalten angeht, bin ich sehr, sehr, sehr, sehr picky. Ich mag ziemlich vieles nicht. Ich bin der Alptraum jedes Koches. Ich esse kein Fisch, Rind und Wild. Dafür aber Geflügel und wenn ich richtig gut drauf bin, dann Schwein. Aber für mich fühlt es sich trotzdem nicht richtig an Fleisch zu essen. Ich verurteile niemanden. Aber ich finde es immer noch befremdlich etwas zu essen, dass mal gelebt hat. Warum mache ich es dann? Warum tue ich etwas, das mich kein Stück glücklich macht? Ist es nicht das Ziel eines jeden glücklich zu sein? Also meines ist es.
Manchmal lese ich Sätze, irgendwo in der U-Bahn, bei Instagram oder Pinterest, die mich inspirieren. Im Moment spielt dieses Zitat eine große Rolle in meinem Leben. Allein dieser Satz hat mich dazu bewegt mit dem Rauchen aufzuhören: "Take care of your body. It's the only place you have to live."
Zack, das hat gesessen. Jetzt bewegt er mich wieder dazu mit dem Fleisch essen aufzuhören. Ich sage nicht, dass Fleisch essen ungesund ist, ich sage, dass ich mich damit nicht gut fühle. Ich weiß, dass es mir nicht schwer fällt wieder Vegetarier zu sein. Deshalb brauche ich zusätzlich noch etwas das mich fordert. Ich liebe Challenges. Es ist schließlich Fastenzeit und fasten bedeutet enthaltsam zu sein und auf geliebte Dinge zu verzichten, um sich auf das wesentliche konzentrieren zu können.
Es ist wirklich lange her, dass ich diese 40 Tage, die heute starten, auf etwas konsequent verzichtet habe. Und ich dachte mir: "Hey, warum sich nicht diese Zeit vegan ernähren?" Das ist eine Herausforderung. Dabei interessiert es mich schon zu lange wie das so läuft, ob man wirklich so eingeschränkt ist. Ich möchte mich die nächste Zeit ganz intensiv damit beschäftigen was ich esse und was es mit mir macht. Ob ich mich besser fühle oder schwach. Ich möchte neue Rezepte ausprobieren und in neue Restaurants gehen. So schlecht kann es nicht sein oder hast du schon mal einen korpulenten Veganer gesehen?
Ich möchte auf keinen Fall anderen meine Lebensphilosophie aufquatschen. Außer beim Rauchen. Ehemalige Raucher sind bekanntlich die schlimmsten Nichtraucher. Da mache ich keine Ausnahme. Ich werde weiterhin das pöbeln anfangen, wenn jemand auf die Idee kommt sich in meiner Gegenwart eine Zigarette anzustecken. Da kommt mein Tourette zum Vorschein. Da fange ich an zu fluchen: "d-d-d-d-u s-t-i-n-k-s-t, v-v-v-v-v-e-r-p-i-s-s d-i-c-h" Da ist es mir auch egal, ob deine Zigaretten-Schachtel biologisch abbaubar ist. Das macht aus dir keinen gesünderen Menschen! Okay, stop. Sagen wir, ich werde das nur denken und nicht aussprechen. Zur Beruhigung und Verdrängung mache ich dafür jetzt Yoga und trinke Bachblütentee. #workwiththat #cleaneating #basicbitch

PS: Rezeptvorschläge oder weitere Überlebensstrategien von "Vegan Profis"sind herzlich willkommen.


Schmeckt wie Snickers, nur leckerer! 1.99 €




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