The Pug & Me

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Donnerstag, 5. Februar 2015

About that tofu thing

Viele Menschen hassen Tofu. Weil er nach nichts schmeckt. Ich gebe zu, das kann ziemlich widerlich sein. Aber auch so toll, weil man sich den Geschmack je nach Zubereitung selbst aussuchen kann. Es schmeckt immer nur nach dem Gewürz, das den Tofu umgibt. Ein Nahrungschamäleon. Deshalb gehöre ich zu den absoluten Tofu-Junkies.
Meine Eltern sind in ihrem Leben viel in Asien unterwegs gewesen und haben gewisse kulinarische Köstlichkeiten mitgebracht, die aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken sind. Dazu gehören: Grüner Tee, Sojasoße, Fischsoße, echter Thailändischer Reis (Uncle Ben’s ist bei uns ein Schimpfwort) und natürlich Tofu. Ich esse Tofu seit ich denken kann. Die Kinder in der Grundschule fanden mich auf Grund meiner Nahrungsgewohnheiten ziemlich komisch glaube ich(während die anderen lecker Milchschnitte und Cola am Start hatten, trank ich Salbeitee und aß undefinierbare „Sachen“). Später auf dem Gymnasium wusste auch noch niemand außer mir was Tofu ist. Mit 15 ging meine Beziehung zu Fleisch in die Brüche. Die zum Soja-Quark nicht. Wir hielten durch. Machten immer weiter, wurden kreativer und entdeckten neue Seiten an uns.
Heute liege ich mit meiner Nahrungsgewohnheit voll im Trend. Seitdem die vegetarische/vegane Küche unseren Markt überrannt hat, ist Tofu überhaupt nicht mehr wegzudenken. Endlich haben die Menschen begriffen, dass Tofu gesund und vielseitig einsetzbar ist. Es zeichnet sich aus durch einen hohen Eiweißanteil und einen niedrigen Kaloriengehalt. Was will man mehr? Ich habe für mich entschieden, dass ich wieder Fleisch esse, mein persönliches „mehr“. Das war letztes Fasching, als ich mir unter Alkoholeinfluss eine Bratwurst gönnte und feststellen musste, dass diese eigentlich doch ganz lecker ist. Hoppla. Aber wenn Fleisch, dann eigentlich nur am Wochenende und von (ehemals) glücklichen Tieren. Ich fühle mich nicht schuldig deshalb. Ob hingegen die Sojasprosse vorher glücklich war, ist mir eigentlich egal. Ich gehe nicht davon aus, dass Pflanzen Gefühle haben. Im Gegensatz zu Menschen. Meine Gefühle werden schon verletzt, wenn mir etwas lieblos angerichtet serviert wird. Deshalb lege ich gesteigerten Wert darauf meine Speisen, auch wenn ich allein bin, schön anzurichten (nur wegen Snapchat und Instagram eigentlich).
Hier mein Serviervorschlag. Verletzt weder Ästhetik, noch Tiere. Allerdings mussten dafür Tofu, Zucchini und Fenchel ihr Leben lassen. Aber das macht ja nichts. Sie dienen einem höheren Zweck. „Ein Zweck der schmeck“ – Nadine ‚The brain‘


tagliatelle di verdure con tofu (ital. klingt cooler)
Gemüsetagliatelle mit Tofu


Zutaten:
2 Zucchini
Gemüsebrühe
200 g Alnatura Mandel-Nuss-Tofu (tegut, dm)
Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Fenchelknolle
4 EL Tomatenmark
Rotwein
Sahne
Sonnenblumenkerne
Parmesan

Zucchini mit dem Gemüseschäler in dünne Streifen schneiden und in der Gemüsebrühe kurz kochen lassen. Tofu zerbröseln und zusammen mit fein geschnittenem Fenchel* und Knoblauch in Olivenöl anbraten. Später  geschnittene Frühlingszwiebeln und Tomatenmark dazugeben und das Ganze vermengen. Einen Schuss Rotwein zum Ablöschen. Mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit Parmesan und Sonnenblumenkernen anrichten. Delicious!
*wer keinen Fenchel mag, kann auch Karotten nehmen. 

max. Arbeitszeit 15 min
Schwierigkeitsgrad: sogar für männliche Studenten machbar
Kalorien: So viel, dass man sich sogar abends ohne schlechtes Gewissen damit satt essen kann!





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