The Pug & Me

The Pug & Me

Mittwoch, 24. Dezember 2014

It's All About Patience

Man muss einfach mal anfangen. So ist das mit allem.
Vor circa 3 Jahren habe ich angefangen, angefangen zu betteln. Mama, ich möchte einen Mops haben.
Hat nicht funktioniert. Immer weiter gemacht, mit allen Mitteln, sogar freiwillig Spülmaschine ausgeräumt, Auto geputzt, Sonntags mit den Eltern spazieren gegangen.
Irgendwann hat meine Schwester angefangen mit zu jammern. Wir fuhren härtere Geschütze auf. Mopswelpen. Überall im Haus verteilten wir Bilder von diesen zuckersüßen Dingern. Et voilà, Amors Pfeil traf mitten ins Herz.
Die Suche konnte losgehen.

Wir waren bis jetzt immer nur die Katzenfamilie gewesen. Die sind einfach zu beschaffen, wenn man so ländlich wohnt, aber ein Mops, das war schon eine andere Nummer.
Erste Anlaufstelle war das Tierheim, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit in einem Tierheim auf einen Mops zu treffen? Richtig, ungefähr genauso groß wie bei Vapiano zur Mittagszeit auf Anhieb einen Tisch zu bekommen (drinnen), aber man kann ja auch mal Glück haben.
Hatten wir in dem Fall nicht.

Weiter ging die Suche, das Internet wurde auf den Kopf gestellt. Irgendwann fing sogar meine Mutter an mitzusuchen. Mit Erfolg! Spaßeshalber suchten wir bei ebay kleinanzeigen. Und schaut sie euch an, sind sie nicht süß? Es gibt eine relativ große Auswahl. Aber man sollte auf keinen Fall wild drauf loskaufen und einfach den Billigsten nehmen. Es ist schon verwerflich genug nicht beim Züchter zu kaufen, weshalb man den Verkäufer ganz genau unter die Lupe nehmen sollte.
Unserer machte einen wirklich netten Eindruck, wir fuhren zu ihm nach Hause um mal die Umgebung abzuchecken. Keine Massentierhaltung, keine Tiere aus dem LKW. Eine ganz normale Familie mit einem ganz normalen Wurf Möpschen.
Wie das so ist, gefällt einem ein Tier ganz besonders, weil er vielleicht tapsiger ist als die anderen oder anhänglicher. In diesem Falle war das Emil. Liebe vom ersten Moment an, kitschiger als in jedem Bollywood Film, bis heute.
Das Warten hatte sich wirklich gelohnt. Bald wird Emil drei und meine ganze Familie kann ohne ihn nicht mehr auskommen. Er ist so eine Bereicherung. 




                            Emil, der Pate


Es ist deshalb auch ein Leichtes mit ihm bei Wind und Wetter rauszugehen, weil man ihn einfach so unfassbar lieb hat.
Einer Sache sollte man sich aber trotzdem vorher bewusst sein: Ein Hund kostet sehr viel Geld.
Der Tierarzt verschlingt in etwa so viel wie der Berliner Flughafen, nämlich ungeahnt viel und ist zudem eine never ending story. Der Hund muss geimpft werden und womöglich noch kastriert und hier und da die Wurmkur und das Hundeshampoo muss natürlich auch Bio sein, denn für den Kleinen nur das Beste. Und dann erst das Accessoireshopping. Bis dato wusste ich wirklich nicht, dass ich mich länger als zehn Minuten in einem Fressnapf aufhalten könnte, mir wird nämlich von Futtergeruch enorm schlecht, aber es gibt so viele tolle Leinen, Glitzerhalsbänder und Panzen und ja es macht Spaß abzuwiegen ob dieses Halsband aufträgt oder der ein oder andere Swarovskifake an der Leine übertrieben ist oder nicht. 


Ein Hund ist wie ein Mensch der nie groß wird, man muss immer auf ihn aufpassen, er ist unselbstständig wie ein Baby, aber dafür auch mindestens genauso liebenswert. 
Im Endeffekt ist das schwierigste sich zu entscheiden, die Entscheidung lautet wie folgt: Ein Leben ohne Hund, traurig, lieb- und sinnlos versus ein aufregendes Leben mit einem Wesen, dass dich versteht und dir so unfassbar viel Glück und Liebe zurück gibt? Emil liegt und schnarcht gerade neben mir und für kein Geld der Welt würde ich das aufgeben wollen. Denn:

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos" Loriot



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen